Navigation Pur!
Es ging als Schlagzeile durch die niederländischen Medien. Der Anbieter von Navigationsgeräten TomTom hat unfreiwillig interessantes Wissen der Polizei zugespielt. Konkret geht es um die Erfassung von Nutzerdaten bezüglich der gefahrenen Geschwindigkeiten auf bestimmten Strecken. Sie sollen seit längerer Zeit von der Polizei für die Planung von Blitzerstandorten verwendet worden sein. Eigentlich hatte TomTom mit dem Verkauf der Nutzerdaten die Kommunen bei der optimalen Planung der Verkehrsinfrastrukturen unterstützen wollen. Die Weitergabe der Daten an die Polizei erfolgte durch die nutzenden Kommunen ohne Wissen des Anbieters TomTom.
Auch deutsche TomTom Kunden sind nun aufgeschreckt. Das Management von TomTom versuchte sie mit dem Hinweis zu beruhigen, dass bisher keine Kommune von dem Kaufangebot der TomTom Daten Gebrauch gemacht hätte. Der Konzernboss Harold Goddjin wendete sich persönlich an die Kunden. Neben einer Entschuldigung beteuerte er einerseits, dass TomTom diese Art der Nutzung nicht beabsichtigt hätte und dass man sie durch eine Änderung der Lizenzbestimmungen für die Zukunft konsequent unterbinden werde. Auch betonte er, dass es sich in keinem Fall um personenbezogene, sondern immer um anonyme Daten gehandelt habe. Zum Schluss wies er in seinem Anschreiben noch einmal darauf hin, dass jeder TomTom Kunde bei der Einrichtung seines Navigationsgerätes der Datenerfassung sowohl zustimmen als sie auch ablehnen könne.
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